10 de enero de 2016

Apuntes de Destaque Internacional. Europa, Brasil y el espectro del caos Gonzalo Guimaraens

Apuntes de Destaque Internacional. Domingo 10 de enero de 2016.

Europa, Brasil y el espectro del caos

Gonzalo Guimaraens*

1.En Europa, perspectivas de convulsión social, hasta hace poco tiempo vistas como inimaginables por la mayoría de la población, pasaron a ser posibles y hasta probables, inclusive para los espíritus más bonachones.

2.Los sangrientos atentados de Paris, en los últimos días de 2016 y las escenas de violencia y abusos sexuales masivos en la ciudad de Colonia, Alemania, en los primeros días de 2017, ante la impotencia de las autoridades, fueron dos señales de grave alerta sobre los peligros de caotización social de Europa. 

3.Un informe del Parlamento europeo levanta la sospecha de que los terroristas del “Estado islámico” ya dispongan de armas químicas  y biológicas, así como de los conocimientos científicos necesarios para utilizarlas  en Europa. Por su parte, el jefe del ejército suizo, general André Blattmann, en extenso artículo para el diario de ese país “Schweiz am Sonntag” (ver texto completo abajo),  alerta para inminentes convulsiones sociales en el continente europeo, impulsadas por movimientos terroristas.

4.En América del Sur, guardadas las debidas distancias políticas y psicológicas, las preocupaciones se vuelven hacia el gigantesco Brasil. Si ese decisivo país sudamericano continúa trastabillando, la crisis política y económica podrá acentuarse, incluyendo el descontrol de la inflación y el desempleo. Dadas las proporciones de Brasil, el continente podrá verse contaminado por esa crisis, en una proporción mayor que la influencia de Venezuela, Cuba, Ecuador y Bolivia juntas. Tal vez no sea una casualidad que, en los primeros días del año, grupos de inspiración anarquista y autogestionaria, conocidos como “Boleto Libre”, “Black-Blocks” y otros, aprovechando una impopular alza de tarifas de locomoción pública, hayan reaparecido en las calles de São Paulo incentivando hechos de violencia y vandalismo, como ya lo hicieran en junio de 2013. Parece evidente que esos movimientos de inspiración anarquista están haciendo un test para verificar potenciales  combustibilidades sociales existentes, así como potenciales reacciones, o anestesias, del público centrista. 

5. Los referidos grupos anarquistas “black-bloquistas” comenzaron a articularse hace muchos años en el Foro Social Mundial de Porto Alegre, tal como lo han reconocido; y cuentan hoy con la posibilidad de alianzas con nuevos movimientos estudiantiles, de apariencia espontánea, que en São Paulo acaban de hacer retroceder al gobernador Alckmin en una reforma estudiantil. Las alianzas podrían englobar también a las nuevas izquierdas gramscianas, a corrientes eco-revolucionarias, a las viejas extremas izquierdas sindicales, a los movimientos “sin tierra” y “sin techo”, así como a los remanentes de la “teología de la liberación”.

6.Al menos como una hipótesis, podría levantarse la pregunta sobre un eventual eje psicológico que pasaría a retroalimentar vandalismos extremistas en Europa y eventuales vandalismos anarquistas en Brasil, codo a codo con la extrema izquierda, en el caso de que la situación política, social y económica a ambos lados del Atlántico continúe deteriorándose. En Brasil, la extrema izquierda presionaría al gobierno de izquierda para acelerar una chavización o cubanización del país. La meta revolucionaria sería ir obteniendo, en la medida en que el público lo tolere, la fragmentación y caotización de los respectivos países afectados.


*Editor  de Destaque Internacional

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 A-Texto original en alemán:


Wie hat sich die Bedrohungslage der Schweiz geändert?

* Korpskommandant André Blattmann ist Chef der Schweizer Armee.

Schweiz Am Sonntag, Samstag, 26. Dezember 2015 23:30

«Das Mittel gegen moderne Risiken und Bedrohungen ist die Schweizer Milizarmee»: Grenzkontrolleur. Foto: Salvatore Di Nolfi/Keystone

Armeechef André Blattmann * über die verschärfte Terrorgefahr, die sicherheitspolitischen Folgen der Wirtschaftskrise und mögliche soziale Unruhen

Terror, Brüssel, Paris. Diese drei Begriffe fassen einen sehr grossen Teil dessen zusammen, was die Weltöffentlichkeit in den letzten Tagen des Monats November und auch im Dezember 2015 in Atem gehalten hat und immer noch hält. Dabei geht es um mehr. Es geht um die Sicherheit unserer demokratischen, modernen, vernetzten Gesellschaft. Und es geht um die Frage, wie und mit welchen Mitteln heute Land und Leute geschützt werden können.

Wir alle brauchen Sicherheit. Wirtschaft, Bildung und Forschung, sogar die Kultur und der Sport brauchen Sicherheit. Ein Blick in die Welt genügt, um diese Aussage bestätigt zu bekommen.

In der Arktis legen mehrere Staaten die Hand auf allfällige Rohstoffvorkommen, im Südchinesischen Meer führen Gebietsansprüche zu Spannungen, in Osteuropa herrscht Krieg, im Nahen Osten ist eine Terrorgruppe zur Staatsmacht geworden, inmitten von Afrika werden – von den internationalen Medien kaum beachtet – Frauen und Kinder entführt, missbraucht und getötet.

Wir tun deshalb gut daran, die Sicherheitslage permanent zu überprüfen und allfällige Massnahmen einzuleiten. Das gilt für die Einzelperson genauso wie für die Unternehmung oder das Staatswesen: Stimmen die Sicherheitsvorkehrungen zu Hause, sind Gesundheitsvorsorge und Altersvorsorge noch angemessen? Sind IT-Netz und Rechenzentrum unserer Firma gegen Cyberattacken geschützt und unsere Mitarbeitenden sensibilisiert; wie kann ich die Guthaben gegen Währungsverluste schützen? Welchen Risiken und Bedrohungen steht die Schweiz voraussichtlich in den kommenden Jahren gegenüber?

Nach dem Fall der Berliner Mauer haben vor allem die westlichen Staaten damit begonnen, Friedensdividenden auszuschütten. Gleichzeitig wurde die Substanz zur Verteidigung (im weitesten Sinn) verringert. Andere Bereiche des Staates hatten vermeintlich (oder opportunistisch?) grössere und wichtigere Bedürfnisse. Das Resultat ist bekannt. Die Ereignisse haben sich in den letzten beiden Jahren sicherheitsmässig überschlagen.

Mittlerweile werden hüben und drüben wieder militärische Manöver durchgeführt. Militärische Potenziale werden eilig aufgebaut. Was heute in friedlicher Absichtzur Verteidigungbeschafft wird, kann morgen einem neuen Zweck dienen, wenn es die Machthabenden so wollen. Es ist wie in der Stockwerkeigentümergemeinschaft. Wenn sich ein Eigentümer nicht an die Regeln hält, hängt zuerst der Haussegen schief, dann wird prozessiert, und dann . . . So gesehen, ist die Staatengemeinschaft darauf angewiesen, dass die internationalen Regeln eingehalten werden. Wo nötig, müssen Verhandlungslösungen erarbeitet werden. Nur: Was passiert, wenn eine Partei nicht an den Gesprächstisch kommt?

Die Schweiz hat eine über 160-jährige Phase ohne Krieg hinter sichein echtes Privileg. Der Krieg auf dem Balkan allerdings liegt erst rund 15 Jahre zurück. Die Erfahrungen sind sehr unterschiedlich. Selbst wenn wir heute (noch) nicht direkt von den kriegerischen Ereignissen auf der Welt betroffen sind, die Auswirkungen der zu Beginn skizzierten Lage sind bereits bei uns angekommen:
> Die Terrorbedrohung steigt; hybride Kriege werden rund um den Erdball ausgefochten.
> Die wirtschaftlichen Aussichten verdüstern sich, wichtige Motoren stottern.
> Die resultierenden Migrationsströme (Kriegsvertriebene und Wirtschaftsflüchtlinge) haben bereits ungeahnte Masse angenommen. Wer hingeschaut hat, kann darob nicht überrascht sein.

Damit steigen die Risiken doppelt: Zum schwächeren Wirtschaftsverlauf kommen noch die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt und die zusätzlich zu Unterstützenden. Soziale Unruhe kann nicht ausgeschlossen werden; das Vokabular wird gefährlich aggressiv. Bei uns gerät die kritische Infrastruktur in den Fokus der Gegenseite. Aufgrund von Differenzen im Umgang mit den Problemen ist die Solidarität selbst innerhalb von Staatengemeinschaften gefährdet.

Die Mixtur wird zunehmend unappetitlich. Die Grundlagen unseres Wohlstandes sind seit langem wieder einmal infrage gestellt. Erfahrungen 1870/71, 1914–18 und 1939–45 sollten uns lehren: «Seule la catastrophe est mobilisatrice» ist ein schlechter Ratgeber.

Wir tun deshalb gut daran, uns auf Konflikte, Krisen und Katastrophen vorzubereiten. Das Mittel gegen moderne Risiken und Bedrohungengleichsam die Sicherheitsreserve in unserem Land – ist die Schweizer Milizarmee. Diese Armee ist auf dem Weg zur Weiterentwicklung, damit sie für Land und Leute kämpfen, sie schützen oder ihnen helfen kann. Die Aufgaben sind im Armeebericht von 2010 klar beschrieben.

Dafür braucht es neben den finanziellen Ressourcen insbesondere unsere bewährten Schweizer Milizsoldatenselbstverantwortliche Bürger, die letztlich mit ihrem Leben für Sicherheit und Freiheit hinstehen. Es gibt dazu keine Alternative.

* Korpskommandant André Blattmann ist Chef der Schweizer Armee


B-Traducción en inglés: 
  http://speisa.com/modules/articles/index.php/item.2323/europe-on-the-verge-of-civil-war-swiss-army-chief-s-urgent-warning.html

C-Enlace del Blog: Europe ''on the verge of civil war'' – Swiss army chief's urgent warning

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